ETH DFA | Halle 3 | Flugplatz Dübendorf

Mieterausbau der denkmalgeschützten Halle 3 für die ETH Zürich

Halle 3 Dübendorf - Grundriss - Ansichten
Halle 3 - Blick vom Galleriegeschoss

Neues Leben in der alten Halle

Die denkmalgeschützte Halle 3 am Rand des Flugplatzes Dübendorf wird in Zukunft von der ETH genutzt. Sie beherbergt neben Werkstätten teilweise sehr spezifische Laboratorien, zugeschnitten auf die Bedürfnisse der jeweiligen Nutzer.

Auf dem Areal des Flugplatzes Dübendorf entwickelt und betreibt die Stiftung Innovationspark Zürich seit März 2018 eine Plattform für Forschung, Entwicklung und Innovation, um die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch zwischen den Zürcher Hochschulen und Forschungsinstitutionen mit der Privatwirtschaft zu fördern.
Multidisziplinäre ETH-Projektteams mit Forschungsschwerpunkten Robotik, Mobilität, Aviatik und Raumfahrt werden künftig in Dübendorf zu finden sein. Die ETH Zürich forscht heute bereits vor Ort in den Bereichen autonomes Fahren (Prof. Dr. Emilio Frazzoli) und explorative Geophysik (Prof. Dr. Johan Robertsson).
Siehe auch:
ETH Zürich - Dübendorf

Halle 3 - ETH Studenten am Arbeiten

Neue Nutzer

Für Interessierte nachfolgend ein paar Links zu den momentanen Nutzern:
aris
AMZ racing
E-SLING
Centre for Immersive Wave Experimentation

Halle 3 - Blick auf die Werkstattschicht
Technikebene
Einbringung des Autoklaven

Normalflugzeughallen

Zu Beginn des ersten Weltkrieges (1915) entwickelte der „Kgl. Bauausschuss für Fliegerstationen“ in Berlin einen Typenbau zur Unterbringung von Flugzeugen der Klassifikation „Normalflugzeug“, sogenannte Normalflugzeughallen. Dabei handelt es sich um eine vorgefertigte, genietete Stahlkonstruktion, die mit einfachen Mitteln handhabbar war. So entsprachen die Proportionen der Einzelelemente dem Waggonlademass, Ausfachung und Eindeckung gestalteten sich mit feldmässigen Mitteln vor Ort rationell und schnell. So erstaunt es nicht, dass diese Hallen in den Jahren 1916/17 in grosser Zahl in Bayern, Baden Württemberg und Preussen errichtet wurden.

Eine Normalflugzeughalle während dem Aufbau Eine Normalflugzeughalle während dem Aufbau
Halle 3 in Dübendorf in ihrer ursprünglichen Bestimmung Halle 3 in Dübendorf in ihrer ursprünglichen Bestimmung

Ein Grossteil der Hallen gelangte 1919 im Zusammenhang der Reparationsleistung gemäss des Versailler Vertrages ins Ausland. Heute gibt es in Deutschland nur noch eine Normalflugzeughalle auf dem ehemaligen Flugplatz Fürth-Atzenhof (Bayern), welche jedoch 2009 in Lofts umgebaut und somit bis zur Unkenntlichkeit verändert wurde. Auf dem Flughafen Le-Bourget in Paris finden sich noch weitere 5 Normalflugzeughallen, die als Werkstatten und Lager dienen. Die Hallen 2, 3, 4, 7, 8 in Dübendorf wurden 1924/25 dort aufgebaut und sollen laut der Kantonalen Denkmalpflege aus Fürth kommen. Über 100 Jahre nach ihrer Entwicklung überraschen die Hallen durch ihre Modernität. Elegant und schnörkellos in der Konstruktion überzeugen sie durch innenräumliche Qualitäten. Als Zweckbauten der preussischen Militärverwaltung erbaut, vermutlich ohne Gestaltungswillen, ingenieurmässig berechnet, verblüfft ihre ästhetische Präsenz.